Der große Diebstal und wie Schenkökonomie mich gerettet hat

Vor ein paar Wochen traf mich das Leben hart mit einem dieser schockierenden Momente: Ich kam nach Hause in den frühen Morgenstunden um meine Sachen für einen Workshop zu packen, den ich später an diesem Tag geben wollte. Ich hatte meine Materialien bereits vorbereitet, mit Kamera und Laptop schön mitten im Raum zurecht gelegt. Aber als ich meine Tür öffnete, war nichts mehr da. Ich fing an jede Ecke meines Zimmers zu durchsuchen, alle meine Mitbewohner zu frageb, ob sie meine Sachen geliehen haben, ohne zu fragen, mein Hirn maltretiert, was schief gelaufen sein könnte, bis ich zu dem Schluss kam – jemand ist in unsere Wohnung eingebrochen und hat seinen Weg in mein Zimmer gefunden, um die teuersten Dinge zu stehlen, die zu seinen Füssen lagen. Tatsächlich, sind das die teuersten Dinge, die ich besaß. Keine Spuren von einem Einbruch, die Versicherung wird keine Kosten decken..

Leider waren das auch meine Arbeitswerkzeuge. Als Grafik-Designer und Web-Programmierer würde ich nicht einmal in der Lage sein, Geld sofort zu verdienen, um den Verlust zu decken. Und was mich am meisten schmerzt: die Daten. Zum Glück habe ich gerade erst ein Backup der wichtigsten Daten gemacht, aber leider war eine Festplatte in der Kameratasche mit Backups von allen meinen Projektdaten und einige noch volle Speicherkarten, die ich nicht kopiert habe. Einschließlich ungeschnittenen Aufnahmen von 3 Jahrelangen Reisen durch Schenk-Wirtschaftenden Gemeinschaften mit ecobasa.org. Ich hatte bereits eine Dokumentation von 30 Minuten, aber es gab noch viel mehr zu schneiden. Interviews mit wirklich inspirierenden Menschen, die seit vielen Jahren ein Leben in der Schenk-Wirtschaft leben.
Auch Ich habe seit einigen Jahren eine Menge Zeit und Geld für die Idee der Geschenk-Wirtschaft investiert.. Nach dem Ich 6 Monate geldlos gelebt habe, habe Ich hart gearbeitet und mein ganzes Geld gespart, um eine Kamera zu kaufen, um diese Pioniere des Wandels zu dokumentieren, die ich auf meinen Reisen treffe.

Natürlich hatte ich diese Gedanken: Warum ich? Was habe ich falsch gemacht? Habe ich nicht genug geteilt? Wie kann ich die Einstellung behalten bedingungslos zu geben? - Eine große Herausforderung.

Wie ihr euch vielleicht erinnern könnt, war Ich auf dem Weg zu einem Workshop, Also musste ich meine Energie darauf konzentrieren. Ich lieh Laptop und Kamera von meiner Freundin und gab einen überraschend guten Workshop für die nächsten 4 Tage in Soziokratie 3.0, – wieder im Geist der Schenk-Wirtschaft! Ich habe sehr gutes Feedback, einige Spenden und Unterstützung von den Teilnehmern bekommen. Einige von ihnen schrieben an ihre Freunde, die alte Laptops zu verschenken hatten. In dem Bild oben könnt ihr sehen, wie die Teilnehmer mich hochleben lassen..

Da ich eine Menge Leute auf meinen Schenk-Wegen getroffen habe und ich eine Menge Leute eine Menge Gefallen getan und viel Freiwilligenarbeit gegeben habe, war Ich sicher, dass ich Unterstützung in diesen Zeiten der Not bekommen würde. Schließlich habe ich ja auch ein Schenk-Netzwerk initiiert, nicht nur virtuell, sondern mit realen Beziehungen, das wäre also der Test.: Wenn es mich nicht unterstützen kann, hätte es nicht funktioniert.
Also schrieb ich einen Facebook Post, um zu sagen, was mir passiert ist, um Spenden zu bitten, Laptop und Kamera. Naja, das Feedback war erstaunlich!

Ich habe einen wirklich guten Laptop von einer Freundin bekommen, der ich vor ein paar Jahren mal einen alten Laptop, gegeben habe. Ich habe eine Kamera von einer anderen Freundin bekommen, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen hatte (Obwohl die Kamera leider nicht filmen kann). Ich bekam zwei Angebote professionelle Aufnahmegeräte zu verwenden, wenn ich sie brauche. Und ich habe 400 € Spenden von einer Menge Leute bekommen, einige Leute, die ich nie persönlich getroffen habe oder Menschen, die ich gar nicht kannte!

Es war so gut, diese Unterstützung zu fühlen, von so vielen Menschen, alte und neue Freunde, Unterstützer im Geiste, ein großes soziales Netzwerk, das von der Illusion der Verbundenheit auf Facebook, plötzlich in meinem Leben real wurde. Ich fühlte mich so dankbar und inspiriert, dass ich sehr großzügig wurde: Ich gab Geld an Straßenmusikanten und Bettler, Ich lud Freunde zum Kaffee, Bier und Abendessen ein. Ich kaufte Geschenke und dachte darüber nach, was ich noch mehr zurück in die Welt geben könnte. Dieser psychologische Effekt nennt man Reziprozität.
Die erstaunliche Vera Birkenbihl (einer meiner aktuellen Lehrer 🙂 spricht darüber in dieser phänomenalen Vorlesung (44:24). Zum ersten Mal in meinem Leben war ich wirklich in der Lage diese Kraft am eigenen Körper zu spüren. Dieser Effekt ist einer der Hauptgründe, warum Schenk-Wirtschaft auf natürlich Art und Weise funktioniert. Ja, es funktioniert, Ich bin jetzt der lebende Beweis dafür ☺
Obwohl der Verlust noch größer war als das, was ich zurück bekam, war mein Gefühl war das Gegenteil. Es war nur ein armer verzweifelter Dieb, aber so viele großzügige und liebevolle Unterstützer. Meine Emotionen und Endorphine waren noch nie gut in Mathe ☺

Da viele meiner Fotos und Filme verschwunden waren, biss ich mir in den Arsch, dass ich nicht mehr Daten hochgeladen hatte, nicht nur als Backup, sondern auch um sie mit anderen Menschen zu teilen. Es war die Dinge, die ich mit anderen teilen wollte, über deren Verlust ich trauerte, nicht so sehr meine persönliche Erinnerungen. Zum Glück habe ich einige meiner Schnappsschüsse an anderen Orten gespeichert. Von nun an, möchte Ich schöne Momente aus meinem Leben mit euch auf flickr teilen.

Ich kaufe langsam gebrauchte Dinge zurück (Ich kaufe niemals neue Elektronik, weil ich nicht den Bergbau fördern will!) und ich war in der Lage, etwas Geld mit dem Filmen von Creative Thinkgin Workshops zu verdienen. Am Ende kostete die ganze Geschichte mich ein paar Wochen meines Lebens: neue Computer einzurichten, Computer von Freunden reparieren, Sachen auf ebay beobachten, Dinge verkaufen... So brachte es auch neue Energien, mehr Unterstützung, neue Updates und neue Motivation! Jetzt bin ich zurück und ich will noch mehr zu geben!

Vielen Dank an alle meine ehemaligen und zukunftigen Unterstützer, Es seid wirklich ihr, die mich zu dem machen, der ich werde, jeden Tag ☺
Wenn Du dich inspiriert fühlst einer von ihnen zu werden, hier ist mein paypal und mein Bankkonto:

Arne Bollinger
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